#38: Die Rezeptionistin, die zufällig zu einem Zentaur wurde
Eine Frau hinter dem Schalter scheint den vollständigen Körper eines Pferdes zu haben – ein majestätischer, kastanienbrauner Rumpf, der direkt unter ihren Schultern beginnt, gekrönt von einer fließenden Mähne, die verdächtig ihrem eigenen Haar ähnelt. Es wirkt, als wäre man in ein Restaurant mit griechischem Mythenthema getreten.

Die Realität ist allerdings wesentlich alltäglicher und deutlich amüsanter: Der Tresen, hinter dem sie steht, ziert ein Pferdegemälde, und ihr langes, glattes Haar fügt sich nahtlos in die gemalte Mähne des Pferdes ein. Ihr schwarzes Oberteil verschmilzt mit dem Hals des Pferdes und vervollständigt so die Illusion. Eine unglückliche Kombination aus Haarschnitt und Kunstwerk kreiert den wohl überzeugendsten unfreiwilligen Zentaur, den man je sehen wird.
